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Ratgeber Grippaler Infekt

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Grippaler Infekt
Wissenswertes zum grippalen Infekt

Auch wenn die Ursache des grippalen Infekt nicht bekämpft werden kann, können trotzdem Maßnahmen zur Abmilderung der Symptome und zur Entlastung des Körper ergriffen werden. An grippalem Infekt Erkrankte sollten sich körperlich schonen, damit der Organismus die notwendige Ruhe hat, um sich zu erholen. Vor allem ausreichender Flüssigkeitskonsum sowie Dampfbäder können beim Abhusten des Schleims helfen. Zink kann das Immunsystem bei der Bekämpfung des grippalen Infekts unterstützen.

Generell gilt: wenn möglich, sollte durch eine gesunde Lebensweise und beispielsweise Saunagänge oder Kneipp-Anwendungen einer Infektion vorgebeugt werden. Wenn es doch zu einem grippalen Infekt gekommen ist, sollte darauf geachtet werden, dass die Erkrankung sich nicht verschlimmert.

Wissenswertes zum grippalen Infekt

Die Einnahme von Antibiotika ist bei einem virusbedingten grippalen Infekt unwirksam. Viren lassen sich mit Antibiotika nicht bekämpfen, da sie keinen lebenden Zellen mit eigenem Stoffwechsel sind. Ihre Bekämpfung besteht darin, sie in der Vermehrung zu hemmen, was durch eine Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte gelingt.

Den Körper bei einem grippalen Infekt mit Vitamin C zu unterstützen wird vielfach als „Geheimtipp“ gehandelt, einen wissenschaftlichen Beweis gibt es hierfür jedoch nicht. Erwiesen wurde, dass Zink eine positive Wirkung bei grippalem Infekt haben kann. So ließen sich innerhalb einer Studie Erkältungssymptome mindern und auch die Dauer der Erkrankung herabsetzen, allerdings waren Nebenwirkungen zu beobachten.

Saunieren und kalte Anwendungen, wie das kneippsche Wassertreten, haben einen positiven Effekt: Sie können einem grippalen Infekt vorbeugen, da das Immunsystem gestärkt wird und das Einnisten und Ausbreiten von Viren somit verhindert wird.

„Geheimwaffen“ gegen einen grippalen Infekt

In erster Linie sollen Medikamente, Hausmittel und Co. die Symptome bei grippalen Infekten abmildern. Tritt Fieber bei grippalem Infekt auf, so sollte diesem aber nicht sofort begegnet werden. Der Köper versucht, die Eindringlinge (Viren) auf seine Art zu vertreiben. Die meisten Viren, die einen grippalen Infekt auslösen, sterben bei Temperaturen über 38,5 Grad ab. Erst, wenn das Thermometer über die 39 Grad Marke steigt oder längere Zeit anhält ist es meist sinnvoll, ihm entgegenzutreten. Ein meist wirksames Hausmittel sind hierbei feucht kühle Wadenwickel.

Bleibt der Patient vor Fieber verschont, so ist körperliche Schonung angesagt, aber keine strenge Bettruhe. Im Gegenteil, frische Luft tut gut, denn die Luftfeuchtigkeit ist draußen in der typischen Jahreszeit für einen grippalen Infekt höher als in beheizten Räumen. Diese Feuchtigkeit hilft den feinen Flimmerhärchen der Bronchien dabei, Fremdstoffe besser abzuwehren.

Inhalationen mit Kamille haben oft dabei einen weiteren Vorteil. Kamille wirkt meist entzündungshemmend. Viel Trinken zählt ebenfalls zu den „Geheimtipps“, denn hierdurch verflüssigt sich der Schleim und kann aus Nase und Bronchien schneller abtransportiert werden.

Grippaler Infekt harmloser als Grippe

Ein grippaler Infekt wird oft mit einer Grippe gleichgesetzt. Zwar ähneln sich die Symptome, eine „echte“ Grippe verläuft in der Regel schwerer als ein grippaler Infekt. Dennoch kann es auch bei dem eigentlich „harmlosen“ grippalen Infekt zu Komplikationen kommen. Besonders bei immunschwachen Personen, etwa HIV-Patienten, älteren Menschen oder Kleinkindern kann ein grippaler Infekt die Pforte für Bakterien öffnen, die sodann ebenfalls ihr Unwesen im geschwächten Organismus treiben können. Zweitinfektion, etwa Lungenentzündungen oder Mittelohrentzündungen können sich breit machen. In seltenen Fällen kann sich auch der Herzmuskel oder die Hirnhaut entzünden.

Judith Schomaker

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Therapie Grippaler Infekt

Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich, da die Erreger viralen Ursprungs sind. Das Ziel der Therapie eines grippalen Infektes ist es vor allem, die Symptome zu lindern. Dampfbäder und Medikamente können bei der Lösung des Schleims unterstützen, Nasensprays den Schnupfen oder Tabletten die Kopfschmerzen lindern. Davon abgesehen, kann ausreichend Ruhe dem Immunsystem helfen, die Viren zu bekämpfen.

Antibiotika werden bei einem grippalen Infekt meist nur eingesetzt, wenn es zu einer Superinfektion unter Beteiligung von Bakterien gekommen ist. Auch eine Impfung kann im Gegensatz zur Grippe einem grippalen Infekt kaum vorbeugen, da es viele unterschiedliche Erreger gibt.

Der Übertragung eines grippalen Infektes erfolgt über die eingeatmete Luft, in der sich die Viren über kleine Teilchen verbreiten. Dabei wird das Sekret der an einem grippalen Infekt Erkrankten zum Beispiel beim Husten vernebelt und gelangt so in die Luft.

Zumeist beginnt die Infektion über Mund oder die Nase und verbreitet sich dann über die Atemwege. Ist die Übertragung der Auslöser eines grippalen Infektes einmal erfolgt, fangen diese an, sich zu vermehren. Kann das Immunsystem die Erreger nicht eliminieren, kommt es zur Entstehung eines grippalen Infektes. Dies kann vermehrt auch durch die kältebedingte schlechtere Durchblutung der Atemweg verursacht sein.

Diagnose Grippaler Infekt

Ein grippaler Infekt kann in der Regel über die Krankheitsgeschichte, die Symptomatik und die Untersuchung diagnostiziert werden. Bei einem grippalen Infekt treten die Symptome oft nacheinander auf und der Infekt verläuft im Gegensatz zur Grippe, die zumeist recht plötzlich auftritt und auch oft länger dauert, in mehreren Stadien. Typische Symptome wie Schnupfen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen, die sich nach und nach entwickeln, sprechen für die Diagnose eines grippalen Infektes, die schließlich auch mit einer körperlichen Untersuchung bestätigt werden kann.

Generell kann der grippale Infekt von der Grippe aufgrund des längeren Verlaufs und der ausgeprägteren Symptome abgegrenzt werden.